Thunovská kaple svatého Jana Nepomuckého, Neugotische Kapelle in Letná, Tschechische Republik
Thunovská kaple svatého Jana Nepomuckého ist eine neugotische Kapelle in Letná mit einer Sammlung von Skulpturen, einer Familiengruft und architektonischen Merkmalen des 19. Jahrhunderts. Das Innere zeigt sorgfältig gestaltete Räume mit Steinmetzarbeiten und Dekorationselementen, die typisch für den Stil dieser Zeit sind.
Die Kapelle ersetzte 1872 eine ursprüngliche Barockstruktur und wurde unter der Aufsicht von Architekt Josef Mocker nach Plänen von Friedrich von Schmidt errichtet. Der Neubau entstand als Teil der Umgestaltung der Stätte durch die Familie Thun-Hohenstein, die den Ort mit ihrer Vision des 19. Jahrhunderts prägte.
Die Kapelle heißt auch Thun-Kapelle, nach der Familie, die sie als Grablege errichten ließ. Barocke Statuen einheimischer Steinmetze aus Stein von Oldřichov oder Bělá u Děčína standen früher rings um den Bau; zwei wurden zerstört, die übrigen 1872 ins Innere gebracht.
Die Kapelle liegt im Děčíner Stadtteil Letná, in der Ortslage Chrást, und wird seit 2008 von der Organisation Zámek Děčín verwaltet. Das Bauwerk ist als Kulturdenkmal geschützt, Besuche sollten daher mit dieser Verwaltung abgestimmt werden; Öffnungszeiten oder ein Führungsprogramm nennen die Quellen nicht.
Die Krypta unter der Kapelle wurde 1834–1835 eingerichtet, und 1835 wurden die Überreste von Familienmitgliedern des 18. und 19. Jahrhunderts aus der Thun-Hohenstein-Gruft auf dem Děčíner Friedhof dorthin überführt. Die letzten Bestattungen in Chrást fanden 1935 statt; 1995 wurden die Aschen von 31 Familienmitgliedern in der Krypta der Kirche der Erhöhung des Heiligen Kreuzes in Děčín beigesetzt.
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