Ovčí lávka, Steinbrücke in Podmokly, Tschechische Republik
Die Ovčí lávka ist eine einbogige Steinbrücke über den Jílovský potok in Podmokly, 18 m lang und 4 m breit, mit einem 1,5 m hohen Bogen, der 6,7 m über dem Bach liegt. Sie besteht aus Sandsteinblöcken in Kalkmörtel, Bogen und Brüstungsenden aus behauenem Sandstein, die Fahrbahn mit Basaltkieseln gepflastert.
Eine hölzerne Fußgängerbrücke auf Sandsteinpfeilern ließ Günter von Bünau hier 1561 errichten, als Schafzucht und Weiden ausgeweitet wurden. Die Familie Thun ersetzte sie 1705–1706 durch die heutige Steinbrücke, wohl unter dem Maurermeister Michel Windrich. Im 19. Jahrhundert kam daneben eine Straßenbrücke für die I/13 hinzu; sie wurde 2018 abgerissen und neu gebaut, im selben Jahr folgte die Reparatur der Ovčí most.
Der Name Ovčí mostek (Schafsbrücke) geht auf eine Legende zurück: Günter z Bünau bat die örtlichen Bauern um einen Beitrag zum Brückenbau; als sie ablehnten, ließ er die Brücke so errichten, dass Schafe sie überqueren konnten, ihre Fuhrwerke aber nicht. Die Sandsteinbrücke über den Jílovský potok ist als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik geschützt.
Ovčí lávka überspannt den Jílovský potok neben der Straßenbrücke an der Pivovarská-Straße in Podmokly, im Verlauf der Straße I/13; diese Brücke wurde 2018 neu gebaut, im selben Jahr wurde der Steg repariert. Der Zugang erfolgt zu Fuß über die Pivovarská; die Fahrbahn ist mit Basaltkieseln gepflastert, und die steile Zufahrt eignet sich nur für Fußgänger.
Das Werk gehört sowohl zu den Denkmälern des technischen Erbes als auch zu den Kulturdenkmälern Tschechiens und wird daher doppelt geschützt. Diese duale Anerkennung macht es zu einem besonderen Beispiel dafür, wie praktische Ingenieursleistungen auch kulturelle Bedeutung haben.
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