Bynov, Renaissanceschloss in Bynov, Tschechische Republik
Bynov ist ein Schloss im Bezirk Děčín, das nach 1591 von Günter von Bünau am linken Ufer des Jílovský potok gegründet wurde. Der ursprüngliche eingeschossige Rechteckbau wurde später um einen querstehenden Nordflügel mit Mansarddach erweitert. In der Fassade des älteren Flügels ist ein Renaissance-Steinportal mit reich profiliertem Gewände, einem Aufsatz mit Wappen und seitlichen Nischen erhalten.
Der gleichnamige Sohn Günter von Bünaus, der Bynov 1591 bei der Teilung der Herrschaft Děčín erhielt, ließ dort das Schloss errichten, das wohl 1605 vollendet war. Die protestantischen Bünau weigerten sich nach der Schlacht am Weißen Berg, zum Katholizismus überzutreten, verließen 1628 das Land und verkauften an Kryštof Šimon Thun. Ab 1671 gehörte Bynov dauerhaft zum Děčíner Fideikommiss, und nach 1835 war darin eine Weberei untergebracht.
Die Bünau waren Protestanten; nach der Schlacht am Weißen Berg verweigerten sie den Übertritt zum Katholizismus und mussten 1628 das Land verlassen, Kryštof Šimon Thun kaufte ihren Besitz. Ab 1671 gehörte Bynov dauerhaft zum Děčíner Fideikommiss, im Schloss wohnten ein Förster und andere Beamte. Nach 1835 war dort eine Weberei untergebracht.
Das Schloss liegt in der Gemeinde Bynov im Bezirk Děčín und ist über die Straße U Zámečku erreichbar. Der Standort ist relativ zentral gelegen und über die nahegelegene Infrastruktur leicht zu lokalisieren.
Nach 1835 befand sich im Schloss eine Weberei; in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nutzte der Forstbetrieb von Děčín es als Betriebsarchiv, Lager und Wohnungen für Mitarbeiter. Im älteren Flügel ist ein steinernes Renaissance-Portal mit reich profiliertem Gewände, einem Aufsatz mit Wappen und Nischen an den Seiten erhalten.
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