Church of Saint Martin in Frenštát pod Radhoštěm, Katholische Kirche in Frenštát pod Radhoštěm, Tschechische Republik.
Die Kirche des Heiligen Martin ist ein barocker Saalbau mit einem glatt verputzten Turm, der von einer Zwiebelhaube bekrönt wird, und einem Dachreiter auf dem First. 1740 wurden zwei polygonale Kapellen für die heilige Barbara und den heiligen Johannes von Nepomuk angebaut. Sakristei und zweigeschossige Oratorium liegen an der Nordseite.
An diesem Ort stand seit dem 14. Jahrhundert eine Holzkirche, die 1661 bei einem Brand zerstört wurde. Die heutige Kirche wurde 1680 fertiggestellt, doch am Tag vor der Weihe wurde sie geplündert und angezündet, sodass die Filialkirche St. Johannes der Täufer zeitweise als Pfarrkirche diente. 1740 wurden dem reparierten Bau die Barbarakapelle und die Kapelle des hl. Johannes Nepomuk angefügt; 1824 wurde der Friedhof aufgehoben.
Die Kirche dient der lokalen katholischen Gemeinde als regelmäßiger Versammlungsort für Gottesdienste und Andachten. Das Gebäude ist in der Stadtlandschaft ein bekannter Orientierungspunkt, den Bewohner und Besucher leicht erkennen.
Die Kirche steht am náměstí Míru in Frenštát pod Radhoštěm, am Rand einer Geländezunge über dem Flüsschen Lomná. Der Haupteingang liegt an der Südseite des Turms; der Innenraum ist über drei niedrige halbrunde Fenster im Presbyterium und zwei gleiche Fenster in den Seitenkapellen beleuchtet. Die Anlage umfasst zudem Pfarrhaus, Wirtschaftsgebäude und Eingangstor.
Die Kirche birgt ein hängendes Triptychon der Walachischen Madonna von Adolf Liebscher, dessen Kopie in der Kapelle auf dem Radhošť hängt. Im Inneren befindet sich zudem eine Walachische Krippe (Valašský Betlém) von Jan Knebl. Die heutige Glocke, gegossen von Josef Tkadlec aus Holenkov, wiegt 500 kg und trägt das Bild des heiligen Martin, das Stadtwappen und die Inschrift Deus caritas est.
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