Česká správa sociálního zabezpečení, Kulturdenkmal in Smíchov, Tschechische Republik
Das Gebäude des Archivs der Česká správa sociálního zabezpečení steht nördlich des Hauptgebäudes in der Křížová 2383/27 in Smíchov. Es wurde von František Albert Libra und Jiří Kan entworfen und 1935–1936 erbaut: ein rechteckiger fünfgeschossiger Block mit zurückgesetztem sechstem Geschoss, glatter Fassade mit horizontalen Fensterbändern und einem prismenförmigen Treppenhaus an der kürzeren Nordseite. Die mechanische Kartei nimmt die ersten beiden Obergeschosse ein, Büros die übrigen.
Der tschechoslowakische Staat kaufte 1926 den ehemaligen Sitz der Prager Ingenieurgesellschaft in Smíchov; die von Ferdinand Ludwig entworfene Karteianlage wurde dort 1930 eingebaut. Der heutige Bau von František Albert Libra und Jiří Kan entstand 1935–1936 auf dem Nachbargrundstück, mit Stahlbau von Vítkovice und Kränen aus der Werkstatt Otakar Podhájskýs in Hostivař. Die Kapazität stieg von 2.720 auf 9.000 Schubladen.
Die Anlage erinnert an eine kafkaeske Verwaltung, war in den 1930er-Jahren aber eine der größten und effizientesten ihrer Art und senkte den Personalbedarf für die Aktenverwaltung um das Zehnfache. Szenen von Jan Alfréd Holmans Film Rukavička (1941) wurden hier gedreht.
Das Gebäude liegt in einem Wohnbereich und ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, die regelmäßig fahren. Um das Innere zu besichtigen, sollte man sich vorab informieren, da der Zugang als Verwaltungssitz eingeschränkt ist.
Das Karteisystem ist in Jan Alfréd Holmans Film Rukavička (1941) zu sehen. In den 1970er Jahren wurden Leitern eingebaut, damit Bediener bei Stromausfällen von den Hubplattformen steigen konnten; frühere Angestellte berichteten, zuvor im Dunkeln von ihren Sitzen herabsteigen zu müssen.
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