Tábor nucených prací Rovnost, Kommunistisches Arbeitslager in Jáchymov, Tschechische Republik.
Das Lager Rovnost war eine Anlage zur Gefangenschaft und zum Uranabbau mit Wachtürmen und Sicherheitszäunen ringsum. Der Komplex umfasste Unterkunftsbereiche, Bergbaubetriebe und Verwaltungsgebäude auf einem kontrollierten Gelände.
Die ersten provisorischen Baracken für Kriegsgefangene entstanden während der NS-Besatzung beim Schacht Werner. 1946 wurden dort gefangene deutsche Soldaten untergebracht, und dreieinhalb Jahre lang gehörte das Lager zum sowjetischen GUPWI-System. Am 15. September 1949 wurde das Kriegsgefangenenlager geschlossen und die ersten tschechoslowakischen Verurteilten trafen ein; von 1949 bis 1961 war Rovnost eines der größten und härtesten der 18 Strafgefangenenlager.
Die Häftlinge nannten den umzäunten Korridor zwischen Lager und Schacht „Ulička ztracených nadějí“ (Gasse der verlorenen Hoffnungen) oder „Ulička komunismu“. Zeugen Jehovas, die sich weigerten, Uran zu fördern, mussten tagelang in der Kälte vor der Kommandantur stehen. Ein Gedenkweg, der Lehrpfad Jáchymovské peklo, führt heute am Gelände vorbei.
Das ehemalige Lagergelände lag westlich oberhalb von Jáchymov in Důlní vrchy beim Schacht Rovnost I; der Lehrpfad Jáchymovské peklo führt daran vorbei. Der Boden ist uneben und kann rutschig sein, festes Schuhwerk ist ratsam.
Archivunterlagen zeigen, dass Häftlinge unter extremen Bedingungen arbeiteten, wobei die Temperaturen in den Gruben unter Gefrierpunkt sanken. Die gewonnenen Rohstoffe versorgten direkt sowjetische Atomwaffenprogramme mit Material.
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