Jáchymov, Bergbaustadt im Erzgebirge, Tschechische Republik
Jáchymov ist eine Bergbaustadt im Erzgebirge an der Grenze zu Deutschland, die auf einer Höhe von etwa 600 Metern liegt und von einer hügeligen Waldlandschaft umgeben ist. Das Stadtbild wird von alten Bergbaugebäuden, Thermalbädern und den Überresten früherer Bergbauaktivitäten geprägt.
Die Entdeckung von Silber im Jahr 1516 löste einen schnellen Anstieg der Bevölkerung und der Bedeutung aus, wodurch die Stadt zur Produktionsstätte für gesuchte Münzen wurde. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich die Wirtschaft von Silber zu anderen Mineralien, besonders zu Uran in neueren Zeiten.
Der Name des Ortes ist eng mit der mittelalterlichen Münzprägung verbunden, die hier Thaler herstellte, welche später die modernen Währungen beeinflussten. Die Bergbauarchitektur und die alten Strukturen im Ort erzählen noch heute von dieser glorreichen Zeit der Münzherstellung.
Der Ort ist leicht zu Fuß erkundbar, mit Wanderwegen und Bergbaumuseen, die Einblick in die Geschichte geben und bei jedem Wetter zugänglich sind. Die thermalen Quellen bieten entspannende Bäder in den klassischen Badeanlagen, besonders in den wärmeren Jahreszeiten beliebt.
Der erste Radonbadeort der Welt wurde hier 1906 gegründet und nutzte die radioaktiven Mineralwässer aus den stillgelegten Bergbaugruben für Heilbehandlungen. Diese einzigartige Form der Thermalbadtherapie zog Patienten von weit her an und ist bis heute ein besonderes Merkmal des Ortes.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.