Božídarský Špičák, Basaltberg-Gipfel in Jáchymov, Tschechische Republik
Božídarský Špičák ist ein Basaltberg in den Erzgebirgen, der sich zwischen Jáchymov und Boží Dar erhebt. Der Berg hat unterschiedliche Südabhänge gegenüber dem nördlichen Grat und ist von Moorlandschaften und Bergwäldern geprägt.
Im späten 19. Jahrhundert stand auf dem Gipfel ein hölzerner Aussichtsturm; seinen Schlüssel lieh man sich in den Spitzberghäusern am Westfuß aus. Nach wenigen Jahren war er durch Witterung baufällig geworden und wurde abgetragen. Eine bergbauliche Erkundung des Gipfels ist in den Quellen nicht belegt.
Der Gipfel liegt im Nationalen Naturreservat Božídarské rašeliniště, das die Hochmoore der Erzgebirgshochfläche schützt. Wegen dieses Status darf der Gipfel nicht betreten werden; der rot markierte Anton-Günther-Weg führt westlich daran vorbei.
Zum Gipfel führt kein markierter Weg; er liegt im Nationalen Naturreservat Božídarské rašeliniště und darf nicht betreten werden. Am nächsten kommt man ihm auf dem rot markierten Anton-Günther-Weg von Boží Dar, der den Berg westlich umgeht; der Aussichtspunkt bei den Ruinen der Spitzberghäuser liegt etwa 4 km von der Stadt entfernt, der Gipfel rund 300 m östlich der Wegkreuzung Božídarský Špičák (vyhl.).
Der Gipfel ist die höchste Nephelinbasaltkuppe des Erzgebirges und Mitteleuropas; sie entstand im Miozän durch vulkanisches Aufdringen. Am Hang sind noch Reste einer Lavadecke zu erkennen, über den umliegenden, durch Erosion freigelegten Phylliten.
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