Ржетизкарна – Дом цепей, Gefängnis-Umkleideraum in Jachymov, Tschechische Republik.
Das Ržetizkarná-Haus ist ein ehemaliges Umkleidegebäude für Gefangene in Jáchymov mit Betonwänden und Metallgittern. Es war durch einen drahtzaunumfriedeten Tunnel direkt mit den Uranminen verbunden, so dass die Arbeiter schnell aus- und einkleiden konnten.
Das Gebäude wurde 1949 als Umkleideraum für politische Gefangene eingerichtet, die bis 1961 in Uranminen arbeiteten. Es symbolisiert ein düsteres Kapitel der Nachkriegsgeschichte, als tausende Häftlinge zur Urangewinnung herangezogen wurden.
Der Umkleideraum steht als Denkmal für Zwangsarbeit unter dem kommunistischen Regime, wo gefangene Arbeiter Uran abbauten. Besucher können heute die physischen Spuren dieser Zeit sehen und verstehen, wie gefangene Menschen hier täglich aus- und anzogen, bevor sie unter Tage gingen.
Das Gelände erfordert erhebliche Restaurierungsarbeiten und ist heute nicht vollständig öffentlich zugänglich. Es empfiehlt sich, vor einem Besuch die aktuelle Verfügbarkeit zu überprüfen und geeignetes Schuhwerk mitzubringen, da die Wege rund um die Struktur uneben sein können.
Gefangene nannten den drahtgefestigten Tunnel zur Mine "Gasse der verlorenen Hoffnungen", ein Name, der die Hoffnungslosigkeit ihrer täglichen Reise widerspiegelt. Dieser ausdrucksstarke Begriff zeigt, wie Häftlinge ihre Situation wahrnahmen und bewältigen versuchten.
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