Yamhill River lock and dam, Überreste von Schleuse und Damm im Yamhill County, Oregon, Vereinigte Staaten
Die Yamhill River Schleuse und der Damm, fertiggestellt im Jahr 1900, bestehen aus einer einzigen Schleusenkammer von 210 Fuß Länge und 40 Fuß Breite auf der Westseite des Flusses, mit einem Damm, der sich vom Ostufer bis zur östlichen Schleusenwand erstreckt. Die Schleusenmauern sind erhalten; der Damm wurde mit Sprengstoff zerstört. Das Schleusenwärterhaus, heute in Privatbesitz, steht ebenfalls noch.
Die 1900 bei Lafayette fertiggestellte Schleuse wurde trotz ablehnender Empfehlung des Ingenieurskorps nach fast vierzig Jahren lokaler Bemühungen gebaut. Sie diente Dampfschiffen auf dem Yamhill zwischen Dayton und McMinnville, wurde aber nie stark genutzt; in den 1930er- und 1940er-Jahren stieg der Verkehr für Holztransporte, und in den 1950er-Jahren wurde der Betrieb eingestellt, da die Regierung den Verkehr als zu gering ansah. Der Damm wurde später zerstört; Schleusenmauern und Schleusenwärterhaus sind erhalten.
Die Schleuse spiegelt die Bedeutung des Wassertransports für die Bauern wider, die früher ihre Produkte flussabwärts verschifften. Sie zeigt, wie technische Lösungen damals direkt mit dem wirtschaftlichen Leben der Region verflochten waren.
Die Schleusenmauern stehen etwa eine Meile flussabwärts von Lafayette und rund fünf Meilen flussaufwärts von der Mündung des Yamhill in den Willamette. Die Anlage betrachtet man vom Lafayette Locks Park, der vom Yamhill County unterhalten wird; der Damm wurde zerstört, sodass nur die Mauern und einige Pfähle übrig sind. Bei Niedrigwasser werden die Pfähle sichtbar. Das Schleusenwärterhaus ist in Privatbesitz und nicht zugänglich.
Die Schleuse war eines von nur drei Schleusen- und Dammprojekten, die die US-Regierung im 19. Jahrhundert in Oregon und in allen Bundesstaaten der Pazifikküste begann. Sie gilt zudem als eines der letzten greifbaren Überbleibsel im oberen Willamette-Tal aus einer Zeit, in der die Flussschifffahrt Fracht und Passagiere beförderte. Das gleichzeitig errichtete Wohnhaus des Schleusenwärters steht noch und ist in Privatbesitz.
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