National Marine Sanctuary of American Samoa, Meeresschutzgebiet in Amerikanisch-Samoa, Pazifischer Ozean
Das Nationale Meeresschutzgebiet von Amerikanisch-Samoa ist ein Meeresreservat im Pazifischen Ozean, das Korallenriffe, Tiefseelebensräume und vielfältige Meeresarten schützt. Das Gebiet umfasst mehrere Zonen mit unterschiedlichen Schutzstufen und beherbergt zahlreiche Korallen und wirbellose Tiere.
Das Schutzgebiet wurde 1986 als Fagatele Bay National Marine Sanctuary gegründet und diente zunächst zum Schutz einer kleineren Bucht. Im Jahr 2012 kam eine bedeutende Erweiterung hinzu, die das Rose Atoll und weitere Zonen in das System integrierten.
Das Schutzgebiet ist eng mit der Samoanischen Kultur verbunden, die Einheimische nutzen traditionelle Fischereimethoden und bewahren ihre Beziehung zum Meer. Die lokale Bevölkerung beteiligt sich aktiv an den Naturschutzentscheidungen und trägt Wissen über nachhaltige Ressourcennutzung bei.
Das Gebiet ist vom Meer aus zugänglich, und Besucher können mit lokalen Führern oder geführten Touren die Korallenriffe und Meereslebensräume erkunden. Die beste Zeit zum Schnorcheln und zur Beobachtung von Meerestieren ist während der wärmeren Monate, wenn die Sicht und die Wassertemperatur optimal sind.
Das Riff der Fagatele Bay gehört zu den am besten untersuchten der Welt: Nachdem der Seestern Acanthaster planci Ende der 1970er Jahre über 90 Prozent der lebenden Korallen Tutuilas zerstört hatte, begann ein Team unter Charles Birkeland 1985 mit Erhebungen in der Bucht und kehrte 1988, 1995, 1998, 2001 und 2004 zurück; so entstand eine für Samoa einmalige Datenreihe zu Korallen, Fischen und Wirbellosen.
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