Abu-Ghuraib-Gefängnis, Ehemalige Hochsicherheitsgefängnis im Gouvernement Al-Anbar, Irak.
Das ehemalige Gefängnis war eine ausgedehnte Anlage aus Beton mit mehreren Zellblöcken und Verwaltungsgebäuden auf einem Wüstengelände westlich der Hauptstadt. Die Struktur umfasste durch Mauern getrennte Bereiche, in denen Häftlinge unter Hochsicherheitsbedingungen untergebracht waren.
Die Anlage wurde Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts unter der Monarchie errichtet und diente später verschiedenen Regimen als Hochsicherheitsgefängnis. Die Schließung erfolgte 2014 während einer militärischen Offensive, als bewaffnete Gruppen in die Region vorrückten.
Die Lage des Gefängnisses im Gouvernement Al-Anbar spiegelt die sozialen Dynamiken der Region wider, umgeben von sunnitisch-arabischen Gemeinschaften.
Die Anlage befindet sich in der Wüste der Provinz Al-Anbar, rund eine halbe Autostunde westlich von Bagdad entfernt. Die Gegend ist militärisch sensibel, und das Gelände ist heute nicht für Besuche zugänglich.
Im Jahr 2013 kam es hier zu einer groß angelegten Flucht, bei der hunderte Häftlinge während einer Nachtoperation entkamen. Der Vorfall wurde damals weltweit in den Medien verfolgt und gilt als einer der spektakulärsten Ausbrüche der Region.
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