Neutrale Zone, Historische Verwaltungseinheit zwischen Irak und Saudi-Arabien.
Die saudisch-irakische Pufferzone war ein Grenzgebiet von etwa 7.000 Quadratkilometern, das von beiden Ländern gemeinsam verwaltet wurde und hauptsächlich aus Wüstenterrain bestand. Das Gebiet behielt diesen Status bis 1981, als Irak und Saudi-Arabien sich einigten, die Zone aufzuteilen und die heutige Grenze festzulegen.
Das Protokoll von Uqair schuf diese Pufferzone am 2. Dezember 1922 nach Verhandlungen zwischen dem von Großbritannien kontrollierten Irak und dem Sultanat Nedschd. Die gemeinsame Verwaltung endete 1981, als beide Staaten sich auf eine gleichberechtigte Teilung einigten.
Die Nomadenvölker der Beduinen nutzten die Zone traditionell, um zwischen Weiden und Wasserstellen zu wandern und dabei die politischen Grenzen zu ignorieren.
Das Gebiet ist heute nicht als zusammenhängende Region zu besuchen, da es zwischen Irak und Saudi-Arabien aufgeteilt wurde und unter normalen Bedingungen nicht als ein einzelner Ort zugänglich ist. Informationen über die historischen Grenzen und die Aufteilung von 1981 sind eher in Archiven oder Geschichtsbüchern zu finden als vor Ort.
Ölkonzerne begannen in den 1940er Jahren mit Explorationen in dieser Zone und weckten damit großes wirtschaftliches Interesse an der zuvor unerschlossenen Region. Diese Aktivitäten veränderten die Wahrnehmung des Gebiets von einer isolierten Pufferzone zu einem potenziell wertvollen Rohstoffgebiet.
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