Ennigaldi-Nanna's museum, Archäologische Ruinen im Bezirk Al-Nasiriyah, Irak.
Ennigaldi-Nannas Museum beherbergt Überreste mit geordneten Sammlungen von Tontafeln, Keramik und Inschriften, die das Wissen der antiken mesopotamischen Kulturen dokumentieren. Die Anordnung der Objekte zeigt bereits systematische Prinzipien früher Ausstellungspraxis.
Die Prinzessin Ennigaldi, Tochter des babylonischen Königs Nabonidus, gründete diese Sammlung im 6. Jahrhundert v. Chr. als eines der frühesten Museen. Das Projekt markierte einen Wendepunkt in der Geschichte, als man begann, Wissen bewusst zu sammeln und zu bewahren.
Das Museum diente als Treffpunkt für Gelehrte, die sich hier mit Objekten aus verschiedenen Zeiten der mesopotamischen Zivilisation auseinandersetzten. Besucher können heute noch sehen, wie die Räume für Studium und Austausch genutzt wurden.
Die Stätte ist ein archäologisches Gebiet mit freiliegenden Strukturen, die Schuhe mit gutem Halt erfordern, da das Gelände uneben ist. Es gibt nur begrenzte Schattenplätze, daher ist der Besuch in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag zu empfehlen.
Viele der gefundenen Tontafeln tragen Beschriftungen und Beschreibungen in mehreren alten Sprachen, was zeigt, wie man bereits damals Objekte katalogisierte. Diese frühen Beschreibungsmethoden machten das Gebäude zu einem Vorbild für Museumsarbeit Tausende von Jahren bevor es moderne Museen gab.
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