Wasit, Archäologische Stätte und vorläufige Welterbestätte im Gouvernement Wasit, Irak.
Wasit ist eine archäologische Stätte in der Provinz Wasit im Irak, deren Ruinen sich über mehrere Quadratkilometer entlang eines alten Flussbetts erstrecken. Die Überreste umfassen Fundamente von Wohnhäusern, öffentlichen Gebäuden und Befestigungsanlagen, die verschiedene Bauphasen dokumentieren.
Die Siedlung entstand um das Jahr 700 als militärischer Stützpunkt und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Verwaltungszentrum für die umliegenden Gebiete. Im 15. Jahrhundert verließ der Tigris sein bisheriges Bett, wodurch die Stadt ihre Bedeutung verlor und allmählich aufgegeben wurde.
Der Name leitet sich vom arabischen Wort für mittlere Lage ab und verweist auf die Rolle als Verbindungspunkt zwischen den Regionen des frühen Kalifats. Heute erkennen Besucher die Reste von Wasserleitungen und Marktplätzen, die zeigen, wie Händler und Bewohner das tägliche Leben organisierten.
Ein Besuch erfordert eine Genehmigung der lokalen Behörden, die mehrere Wochen Vorlauf benötigen kann. Die Anreise erfolgt über unbefestigte Wege, daher ist ein geländetaugliches Fahrzeug und ortskundige Begleitung empfehlenswert.
Die Verlagerung des Flusses im 15. Jahrhundert sorgte dafür, dass die tieferen Schichten weitgehend ungestört blieben, während die oberen Bereiche der Erosion ausgesetzt waren. Diese natürliche Konservierung ermöglicht heute den direkten Vergleich zwischen verschiedenen Epochen an ein und derselben Stelle.
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