Umma, Archäologische Stätte im Gouvernement Dhi Qar, Irak
Umma ist eine archäologische Stätte in der Provinz Dhi Qar im Irak, die sich über mehr als einen Kilometer erstreckt und zahlreiche Fundamente von Verwaltungsgebäuden und religiösen Strukturen enthält. Die Ruinen liegen verstreut in der trockenen Ebene und zeigen deutlich die Grundrisse ehemaliger öffentlicher Bereiche.
Die Siedlung entstand um 2950 v. Chr. als eigenständiges Zentrum und wurde über Jahrhunderte durch Konflikte mit dem benachbarten Lagasch geprägt. Das Stadtstaatensystem brach um 2000 v. Chr. zusammen, als regionale Mächte die Region neu ordneten.
Der Name Umma leitet sich von der sumerischen Bezeichnung für die Siedlung ab und erscheint in Tausenden von Tontafeln, die das tägliche Wirtschaftsleben dokumentieren. Besucher können heute die weitläufigen Fundamentreste erkennen, die zeigen, wie eng Verwaltung und religiöse Praxis hier miteinander verbunden waren.
Das Gelände liegt abgelegen und ist nur mit erheblichem Aufwand zu erreichen, daher sollten Besucher vorab lokale Kontakte für Orientierung und Zugang sicherstellen. Unerlaubte Grabungen haben die Oberfläche verändert, weshalb vorsichtiges Gehen ratsam ist.
Über 30.000 Tontafeln aus dieser Stätte bieten einen ungewöhnlich detaillierten Einblick in alltägliche Wirtschaftsvorgänge der Sumerer. Der Shara-Tempel gehört zu den frühesten dokumentierten religiösen Bauten in Mesopotamien und wurde über ein Jahrtausend lang genutzt.
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