Marad, Archäologische Stätte in Tell as-Sadoum, Irak
Marad ist eine archäologische Stätte in südlicher Irak, die sich über mehrere Quadratkilometer erstreckt und einen zentralen Hügel mit Wohnbereichen, Tempeln und Verwaltungsgebäuden enthält. Ausgrabungen haben zahlreiche Tontafeln mit Schriftzeugnissen freigelegt, die das tägliche Leben und die Verwaltung der antiken Stadt dokumentieren.
Die Stadt wurde zu Beginn des dritten Jahrtausends gegründet und war in dieser frühen Periode ein wichtiges Zentrum. Später kam sie unter akkadische Herrschaft und wurde weiter ausgebaut, was ihre Bedeutung als regionales Zentrum unterstrich.
Der Tempel E-igi-kalama war das religiöse Zentrum der antiken Stadt und verband spirituelle und verwaltungstechnische Funktionen miteinander. Menschen versammelten sich dort zu rituellen Anlässen und zur Regelung wichtiger Gemeinschaftsangelegenheiten.
Das Gelände ist weit ausgedehnt und besteht aus niedrigen Erhebungen sowie flacheren Bereichen, die Geduld beim Erkunden erfordern. Es ist hilfreich, bequeme Schuhe zu tragen und genügend Zeit einzuplanen, um die verschiedenen Bereiche der ausgegrabenen Strukturen zu besichtigen.
Speziell gestaltete Tontabletten mit Verwaltungstexten geben Einblick in die Organisationsstrukturen und täglichen Abläufe der Stadt. Diese geschriebenen Aufzeichnungen zeigen, wie die Menschen damals ihre Angelegenheiten regelten und ihre Gesellschaft organisierten.
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