Dschemdet Nasr, Archäologische Fundstätte in Babylon, Irak
Jemdet Nasr ist eine archäologische Stätte in Babylonien mit zwei Erhebungen, die sich etwa 3 Meter über die Ebene erheben und zusammen etwa 30 Hektar umfassen. Die Grabungen haben Tonwaren, Siegel und Schrifttafeln aus frühen Zeiten zutage gebracht, die auf eine organisierte Siedlung deuten.
Die Stätte wurde 1926 von britischen Archäologen zuerst ausgegraben und lieferte Tonwaren, die eine eigenständige Kulturperiode der mesopotamischen Zivilisation definierten. Diese Funde ermöglichten es Forschern später, andere Fundstellen in der gesamten Region zeitlich einzuordnen.
Die Tonwaren dieses Ortes zeigen Zeichen früher administrativer Strukturen und deuten auf Handelsbeziehungen hin, die damals über große Entfernungen reichten. Die gefundenen Gegenstände geben Einblick in die alltäglichen Aktivitäten und sozialen Organisationen der Menschen, die hier lebten.
Der Ort liegt relativ abgelegen im zentralen Irak und erfordert sorgfältige Vorbereitung für einen Besuch. Wer kommen möchte, sollte sich vorab über lokale Bedingungen informieren und die notwendigen Vorkehrungen treffen.
Die Keramiken von diesem Ort wurden zum Maßstab für die zeitliche Einordnung anderer antiker Stellen der gesamten Region. Archäologen nutzen diese Funde bis heute, um zu verstehen, wann andere Kulturen in Mesopotamien blühten.
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