Ischtar-Tor, Stadttor in Hillah, Irak
Das Ischtar-Tor ist ein Stadttor in Hillah im Irak und erreicht eine Höhe von etwa 15 Metern. Aus leuchtend blau glasierten Ziegeln gebaut, zeigen die Wände Reliefs von Drachen, Stieren und Löwen in fortlaufenden Reihen.
Die deutsche Ausgrabung unter Robert Koldewey von 1904 bis 1914 brachte Tausende Fragmente zutage. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Tor am Pergamonmuseum in Berlin rekonstruiert.
Das Tor bildete einst einen Teil der Route für die jährliche Neujahrsprozession, bei der Götterstatuen während einer zwölftägigen Feier des landwirtschaftlichen Jahres hindurchgetragen wurden.
Besucher können Originalfragmente in mehreren Museen weltweit betrachten, wobei sich die Hauptrekonstruktion im Pergamonmuseum in Berlin befindet. Das Museum bietet ausführliche Informationen zur ursprünglichen Bauweise und Funktion des Tores.
Die Konstruktion erforderte speziell geformte Tonziegel, die in Holzformen gepresst wurden, um nahtlose Verbindungen zwischen den insgesamt 575 Reliefdekorationen zu schaffen. Diese waren in 13 Reihen angeordnet und bedeckten die gesamte Fassade des Tores.
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