Seleukia-Ktesiphon, Archäologische Stätte im Zentral-Ost-Irak
Ctesiphon ist eine antike Stadt und archäologische Stätte östlich des Tigris im Irak, etwa 35 Kilometer südöstlich von Bagdad gelegen. Die größte erhaltene Struktur ist der Taq Kasra, ein gewaltiger Backsteinbogen, der einst den Hauptsaal eines Palastkomplexes bildete.
Der Ort entstand um 120 v. Chr. als Militärlager der Parther und entwickelte sich zur Winterhauptstadt mehrerer aufeinanderfolgender Reiche. Die Sasaniden bauten die Stadt ab dem dritten Jahrhundert n. Chr. erheblich aus, bevor arabische Truppen sie im Jahr 637 einnahmen.
Der Ort wurde nach griechischen Quellen benannt und lag im Kernland des sassanidischen Reiches, einer Region, in der mehrere Glaubensrichtungen nebeneinander existierten. Besucher können heute die Ausmaße der Audienzhalle erkennen, die Herrscher einst als Empfangsraum für Gesandte aus dem gesamten Reich nutzten.
Die Ruinen liegen im Dorf Salman Pak südöstlich von Bagdad und lassen sich über eine Straße erreichen, die entlang des Flusses verläuft. Besucher sollten sich auf unebenes Gelände einstellen und beachten, dass die Gegend nur begrenzte Infrastruktur aufweist.
Der Taq Kasra ist der größte freitragende Backsteinbogen aus der Antike, mit einer Höhe von 37 Metern und einer Breite von 26 Metern. Die Konstruktion steht ohne zusätzliche Stützpfeiler und zeigt die fortgeschrittenen Bautechniken der sassanidischen Ingenieure.
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