Isin, Archäologische Stätte im Gouvernement Al-Qādisiyyah, Irak.
Isin ist eine antike Siedlung und Ausgrabungsstätte in der Provinz Al-Qādisiyyah im Südirak, rund 40 Kilometer südöstlich von Al Diwaniyah gelegen. Die Überreste erstrecken sich über ein weites Gebiet mit erkennbaren Grundrissen von Tempeln, Wohnvierteln und Befestigungsanlagen, die noch heute aus dem flachen Wüstenboden hervorragen.
Nach dem Zusammenbruch der Dritten Dynastie von Ur gegen 2004 vor Christus übernahm diese Stadt die politische Führung in Mesopotamien für mehr als zwei Jahrhunderte. Herrscher wie Ishbi-Erra und seine Nachfolger versuchten, das kulturelle Erbe der vorherigen Epoche zu bewahren und weiterzuführen.
Der Name Isin leitet sich von der sumerischen Gottheit Ninisina ab, einer Heilgottheit, deren Kult das religiöse Leben hier prägte. Archäologen fanden Tontafeln mit Gebeten und Hymnen, die zeigen, wie Kranke und Pilger aus der ganzen Region ankamen, um Hilfe zu suchen.
Besucher benötigen eine Sondergenehmigung der irakischen Behörden, da das Gelände in einer abgelegenen Wüstenregion liegt und archäologisch geschützt ist. Die Anreise erfolgt meist mit Geländewagen oder in Begleitung von Experten, da keine öffentlichen Verkehrsmittel direkt zum Ort führen.
Ausgrabungen brachten etwa 30 Hundebestattungen und zahlreiche Tonfiguren von Hunden in der Nähe des Tempelareals zutage, was auf eine besondere Verehrung dieser Tiere hindeutet. Diese Funde verbinden die Gottheit Ninisina mit dem Hund als heiligem Begleiter, der in Heilungsritualen eine Rolle spielte.
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