Bad-tibira, Archäologische Stätte in der Provinz Dhi Qar, Irak.
Bad-tibira ist eine archäologische Stätte in der Provinz Dhi Qar im südlichen Irak, etwa auf halbem Weg zwischen den Städten Ash Shatrah und Tell as-Senkereh gelegen. Die Überreste erstrecken sich über eine Fläche von mehreren Quadratkilometern und zeigen Fundamente von Tempeln, Wohnbauten und Befestigungen aus Lehmziegeln.
Die Siedlung erreichte ihren Höhepunkt um 2100 vor unserer Zeit, als sie als zweite Stadt nach der Flut Königsherrschaft in Sumer ausübte. Ein Kanal, der von Ur-Nammu angelegt wurde, versorgte die Bevölkerung mit Wasser und ermöglichte den Handel.
Der Ort ist nach seiner Rolle als Zentrum der Kupferverarbeitung benannt, was in der antiken Welt eine besondere Stellung verschaffte. Heiligtümer für lokale Gottheiten prägten das Leben der Bewohner und zogen Pilger aus der Region an.
Die Ausgrabungsstätte liegt in einer weitläufigen, flachen Landschaft mit wenig Schatten, daher empfiehlt sich ein Besuch in den kühleren Morgenstunden. Wege zwischen den einzelnen Bereichen sind uneben und erfordern festes Schuhwerk.
Griechische Autoren erwähnten den Ort unter dem Namen Pantibiblos und bewahrten so die Erinnerung an seine Bedeutung für die Metallverarbeitung. Die ursprüngliche Bezeichnung bedeutet übersetzt Festung der Schmiede, ein Name, der auf die Handwerkstradition der Einwohner hinweist.
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