Al-Ahwar, Kulturlandschaft mit Feuchtgebieten und archäologischen Stätten im Südirak
Die Ahwar sind ein Kulturlandschaftsraum im südlichen Irak mit sieben unterschiedlichen Bereichen: drei archäologische Stätten und vier Sumpfgebiete in einem ausgedehnten Flusspoldersystem. Die Standorte liegen verstreut in einem großen Dammland, das von mehreren Flüssen geprägt wird.
Das Gebiet war die Wiege der frühen Mesopotamiens, wo sumerische Siedlungen wie Uruk, Ur und Tell Eridu entstanden. Diese Orte markieren die Anfänge einer der ersten bekannten Hochkulturen.
Die Marschbewohner, bekannt als Ma'dan, prägen das Landschaftsbild mit ihren aus Schilf gebauten Häusern und traditionellen Booten aus Schilfbündeln. Diese Lebensweise ist eng mit dem Wasser verbunden und spiegelt sich in alltäglichen Handgriffen wider, die seit Generationen weitergegeben werden.
Besucher können das Gebiet durch Führungen mit lokalen Gemeinschaften erkunden, die Einblicke in die tägliche Lebensweise bieten. Die beste Zeit zum Besuch ist während der kälteren Monate, wenn Wasser vorhanden ist und Vogelbeobachtung am produktivsten ist.
Nach 2003 wurde der Wasserlauf wiederhergestellt und ermöglichte die Rückkehr zahlreicher Vogelarten in das Gebiet. Diese ökologische Erholung zeigt, wie sich Feuchtgebiete regenerieren können, wenn natürliche Bedingungen wiederhergestellt werden.
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