Eanna, Antiker Tempelkomplex in Uruk, Irak
Eanna ist ein ausgedehnter Tempelkomplex in Uruk im Irak, der aus mehreren aneinandergereihten Höfen mit dicken Lehmziegelmauern und Resten von Säulen und Zugängen besteht. Die einzelnen Räume und Plätze gruppieren sich um einen größeren zentralen Bereich, dessen sandige Fläche sich über mehrere hundert Meter erstreckt.
Der Komplex entstand um 4000 v. Chr. während der frühen Stadtbildung in Mesopotamien und zeugt von den ersten monumentalen Bauwerken der Region. Spätere Herrscher erweiterten ihn mehrfach, wobei jede Phase neue Mauern und Räume hinzufügte, sodass heute mehrere Schichten übereinanderliegen.
Der Name leitet sich von Inanna ab, der sumerischen Göttin, die hier verehrt wurde und deren Symbole noch an einzelnen Überresten zu erkennen sind. Besucher können heute die Grundmauern einstiger Schreine betrachten, in denen sich Gläubige vor Jahrtausenden versammelten.
Die Ausgrabungen liegen offen und sind von lockerem Sand bedeckt, daher sollten Besucher festes Schuhwerk und Sonnenschutz mitbringen. Der Weg durch die Ruinen führt über unebene Flächen, die bei warmem Wetter besonders heiß werden können.
Archäologen entdeckten hier die ältesten bekannten Schrifttafeln, die Verwaltungsaufzeichnungen von Priesterinnen und Priestern enthalten. Diese Tontafeln zeigen, dass der Komplex nicht nur spirituelle Handlungen, sondern auch den täglichen Handel und die Lagerhaltung von Gütern organisierte.
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