Al-Anbar, Größtes Gouvernement im Westen des Irak
Al Anbar ist eine Verwaltungsprovinz im Westen Iraks, die sich über weite Wüstenlandschaften mit sanften Hügeln und trockenen Tälern erstreckt. Der Euphrat durchquert das Gebiet von Nordwesten nach Südosten und schafft einen schmalen grünen Korridor inmitten der trockenen Ebenen.
Die Region diente in der Sassanidenzeit als militärische Schutzzone für die Hauptstadt Madain gegen römische Angriffe aus dem Westen. Später wurde das Gebiet zu einer wichtigen Transitroute für Handelskarawanen, die zwischen Mesopotamien und der Levante verkehrten.
Der Name leitet sich vom arabischen Wort für "Getreidespeicher" ab und verweist auf die historische Bedeutung dieser Gegend als Kornkammer. Die lokalen Gemeinschaften versammeln sich auf traditionellen Märkten entlang des Euphrat, wo Händler Datteln und handgefertigte Textilien anbieten.
Die Anreise erfolgt meist über Überlandstraßen, die die Provinzhauptstadt Ramadi mit Bagdad und anderen größeren Städten verbinden. Besucher sollten sich vor Ort über aktuelle Sicherheitsbedingungen informieren und bei Fahrten in entlegene Gebiete ausreichend Wasser und Treibstoff mitführen.
In manchen Tälern finden sich natürliche Quellen, die kleine Oasen bilden und Wanderern eine willkommene Ruhepause bieten. Diese Wasserstellen ziehen auch Zugvögel an, die auf ihrem Weg zwischen Europa und Afrika hier Rast machen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.