Cerro Dragón, Naturschutzgebiet in Iquique, Chile.
Das Santuario de la Naturaleza Cerro Dragón schützt eine Küstendüne vom Seif-Typ: 4 km lang, 150 bis 550 m breit und 220 m hoch über einer niedrigen, felsigen Meeresterrasse. Diese Terrasse liegt 100 m über dem Meeresspiegel, woraus sich bei Iquique eine Gesamthöhe von 320 m ergibt. Küstenwinde führen der Düne keinen Sand mehr zu; sie ist reliktisch.
Die Düne entstand vor etwa 20 000 Jahren während der letzten Eiszeit, als der Meeresspiegel 100 m tiefer lag und Küstenwinde den Sand heranwehten. Heute ist sie reliktisch: Küstenwinde führen ihr keinen Sand mehr zu. Vor der Unterschutzstellung wurden Baugenehmigungen am Westhang erteilt und große Sandmengen abgetragen. Am 8. April 2005 erklärte sie das Dekret Exento Nr. 419 des Bildungsministeriums zum Santuario de la Naturaleza.
Der Name der Düne stammt von ihrer Seif-Form, deren Kamm an den Rücken eines Drachen über der Küstenterrasse erinnert. Seit der Ausweisung als Santuario de la Naturaleza 2005 wird der Ort für Schul- und Universitätsbesuche zu Wüstengeomorphologie und zum Camanchaca-Nebel genutzt, der die relative Luftfeuchte bei etwa 75 % hält.
Die Düne liegt neben Iquique und ist über eine Straße von der Stadt aus erreichbar. Ihre vier Kilometer Länge und 220 Meter Höhe über der Meeresterrasse bieten wenig Schatten, daher Wasser und Sonnenschutz mitnehmen. Die Camanchaca hält die Luftfeuchtigkeit bei etwa 75 %, und der Jahresniederschlag beträgt nur 1,9 mm.
Die Düne ist eine küstennahe Bildung vom Typ Seif, ein auf die vorherrschenden Südwestwinde ausgerichteter Rücken von vier Kilometern Länge und 150 bis 550 Metern Breite. Ihr Sand wird nicht mehr von Küstenwinden nachgeliefert, daher ihr Reliktcharakter. An ihrem Fuß erkennt man eine niedrige, felsige Meeresterrasse auf etwa 100 Metern Höhe, über die sich die Düne um rund 220 Meter erhebt.
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