Sara Sara, Schichtvulkan in der Provinz Parinacochas, Peru.
Sara Sara ist ein Schichtvulkan in der peruanischen Gebirgskette, der sich über 5.500 Meter über dem Meeresspiegel erhebt und aus mehreren Lavaströmen sowie Domen zusammensetzt. Die ovale Form des Berges entstand durch verschiedene Schichten vulkanischen Materials, das über längere Zeit aufgebaut wurde.
Der Vulkan entstand während mehrerer Aktivitätsphasen im Pleistozän und erlebte seine letzte bekannte Eruption vor etwa 14.000 Jahren. Diese lange Geschichte vulkanischer Aktivität prägte die geologische Entwicklung des Berges über Zehntausende von Jahren.
Der Sara Sara war in der Inkazeit ein Kultort; auf seinem Gipfel wurde ein 15-jähriges Mädchen in einer Capacocha-Zeremonie geopfert. Ihre mumifizierte Leiche, 1996 von José Antonio Chávez und Johan Reinhard gefunden, wird im Museo Santuario de Altura del Sur Andino in Arequipa aufbewahrt. Am Nordosthang liegt die Fundstätte Inkapa Tianan, am Südhang die Inkastadt Ayroca mit Abschnitten des Inkawegs.
Eine stillgelegte Straße quert die Südflanke und reicht bis auf 4.600 m Höhe, sodass man mit Fahrzeugen hoch am Berg gelangt. Pausa, 12 km entfernt, ist der nächste Ort. Der Gipfelgrat verläuft von Nordnordwest nach Südsüdost, der höchste Punkt liegt an seinem Südende. Wasser vom Fuß des Berges speist die örtliche Bewässerung.
Im September 1996 fanden José Antonio Chávez und Johan Reinhard auf einer Steinplattform am Gipfel den mumifizierten Körper eines 15-jährigen Mädchens, der „dama del Sara Sara“, in Fötushaltung, umgeben von drei Gold- und Silberfigurinen, Cocablättern und Figuren aus Spondylus-Muschel. Sie gehörte zu einer Capacocha-Zeremonie und wird heute im Museo Santuario de Altura del Sur Andino in Arequipa aufbewahrt.
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