Nationalmuseum Kabul, Nationalmuseum in Kabul, Afghanistan
Das National Museum of Afghanistan ist ein zweistöckiges Gebäude am südlichen Rand Kabuls, das archäologische Funde und historische Objekte aus verschiedenen Epochen sammelt. Die Räume enthalten Gegenstände aus über 50.000 Jahren Menschheitsgeschichte in der Region.
Das Museum wurde 1919 gegründet und 1922 offiziell eröffnet, um Afghanistans reiche Vergangenheit zu bewahren. Während des Bürgerkriegs in den 1990er Jahren verlor das Haus etwa 70 Prozent seiner Bestände.
Das Museum zeigt Werke, die Afghanistans Lage an Handelswegen widerspiegeln: buddhistische Statuen stehen neben persischen Handschriften und islamischen Metallarbeiten. Besucher sehen hier, wie verschiedene Kulturen über Jahrhunderte hinweg aufeinander eingewirkt haben.
Das Museum ist täglich außer freitags von 8 Uhr morgens bis 16 Uhr geöffnet und bietet Führungen in englischer und dari-Sprache an. Es ist hilfreich, vorher zu prüfen, ob aktuelle Bedingungen einen Besuch erlauben, da sich die Lage ändern kann.
Nach dem Krieg haben internationale Organisationen geholfen, seit 2007 mehr als 8.000 gestohlene Objekte zurückzubringen. Darunter sind Kalksteinplastiken, die sogar aus Deutschland repatriiert wurden.
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