Shortugai, Archäologische Stätte nahe dem Amu-Fluss, Afghanistan.
Shortugai ist eine archäologische Stätte in der Provinz Takhar in Afghanistan, die aus zwei getrennten Hügeln besteht. Jeder dieser Hügel umfasst etwa zwei Hektar (fünf Acres), wobei einer als Wohnsiedlung und der andere als befestigte Anlage diente.
Die Siedlung entstand um 2000 vor Christus und markiert den nördlichsten Außenposten der Indus-Tal-Zivilisation. Sie diente über Jahrhunderte als Handelsstation zwischen verschiedenen Kulturräumen.
Ausgegrabene Siegel zeigen Tiermotive in rechteckiger Form, während Tonfiguren von Rindern mit Karren auf Verbindungen zur Harappa-Kultur hinweisen. Diese Objekte lassen sich heute in regionalen Sammlungen betrachten und verdeutlichen den Austausch zwischen entfernten Siedlungsräumen.
Die Lage nahe dem Kokcha-Fluss ermöglichte den Bewohnern den Bau von Bewässerungskanälen für die Landwirtschaft. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände uneben ist und zwischen den beiden Hügeln gewechselt werden muss.
Leinsamenfunde in gepflügten Feldern belegen Trockenfeldbau, während Bewässerungskanäle auf fortschrittliche Techniken aus mehreren Zivilisationen hindeuten. Diese Kombination zeigt, wie verschiedene Anbaumethoden gleichzeitig genutzt wurden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.