Minarett von Dschām, Islamisches Minarett aus dem 12. Jahrhundert in der Provinz Ghor, Afghanistan.
Das Minarett von Jam ist ein Ziegelturm im Shahrak-Distrikt der Provinz Ghor, der sich 65 Meter (213 Fuß) über einem engen Flusstal erhebt. Die achteckige Basis trägt einen zylindrischen Schaft mit vier übereinanderliegenden Bändern aus geometrischen Mustern und koranischen Inschriften.
Das Imperium der Ghuriden errichtete den Turm um 1194 in der Nähe ihrer Sommerresidenz Firuzkuh, während sie große Teile Zentralasiens kontrollierten. Die Mongolen zerstörten die umliegende Stadt im 13. Jahrhundert, doch das Minarett blieb stehen.
Der Name Jam bezieht sich auf das nahegelegene Tal und die Flusslandschaft, wo Hirten und Reisende das Bauwerk seit Jahrhunderten als Orientierungspunkt nutzen. Besucher sehen heute an den oberen Etagen die verblassten blauen Kacheln, die einst den gesamten Schaft schmückten und von weit her sichtbar waren.
Der Standort liegt auf 1.900 Metern Höhe in einem abgelegenen Bergtal, das nur über unbefestigte Wege von Herat aus erreichbar ist. Besucher sollten die Anreise mit ortskundigen Führern planen und auf wechselnde Wetterbedingungen vorbereitet sein.
Der Turm steht am Zusammenfluss zweier Flüsse, die das Fundament über Jahrhunderte hinweg untergraben haben und heute durch Schutzmaßnahmen stabilisiert werden. Archäologen haben rund um das Bauwerk Reste einer größeren Siedlung gefunden, die möglicherweise die verschwundene Hauptstadt Firuzkuh war.
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