Kandahar, Verwaltungszentrum im Süden Afghanistans
Kandahar ist eine Großstadt in der gleichnamigen Provinz im Süden Afghanistans, die etwa 1000 Meter über dem Meeresspiegel am Ufer des Flusses Tarnak liegt. Das städtische Gebiet erstreckt sich über mehrere Kilometer und bildet das zweitgrößte Ballungszentrum des Landes mit Wohnvierteln, Handelsstraßen und öffentlichen Plätzen.
Alexander der Große gründete hier 330 vor Christus eine Siedlung namens Alexandria in Arachosien, die als militärischer Stützpunkt diente. Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich der Name durch persische und lokale Einflüsse, während die Stadt immer wieder Herrscherwechsel erlebte und schließlich zu einem regionalen Machtzentrum wurde.
Der Name leitet sich vermutlich von der antiken Bezeichnung Alexandria ab, die sich über Jahrhunderte hinweg verändert hat. Heute leben die Einwohner in einem urbanen Gefüge, das von traditionellen Märkten, Teehäusern und engen Gassen geprägt ist, in denen der Alltag zwischen Handwerk und Handel pulsiert.
Der Flughafen Ahmad Shah Baba International liegt außerhalb und bietet Verbindungen zu anderen afghanischen Städten, während mehrere Überlandstraßen die Anreise aus verschiedenen Richtungen ermöglichen. Reisende sollten sich im Voraus über die aktuellen Sicherheitsbedingungen und Einreisebestimmungen informieren, da sich die Lage häufig ändert.
Die Gegend ist bekannt für außergewöhnlich aromatische Granatäpfel und Trauben, die auf den lokalen Märkten verkauft und über Handelswege in Nachbarländer exportiert werden. Diese Früchte gelten seit langem als besonders süß und saftig, was auf die klimatischen Bedingungen und die jahrhundertealte Anbautradition zurückgeführt wird.
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