Korangal Valley, Gebirgstal in der Provinz Kunar, Afghanistan
Das Korangal Valley erstreckt sich über zehn Kilometer durch das östliche Afghanistan und wird von steilen Bergen eingerahmt, deren Hänge mit Kiefernwäldern bedeckt sind. Kleine Siedlungen liegen an den schmalen Terrassen, wo das begrenzte flache Land für bescheidenen Ackerbau genutzt wird.
Sowjetische Truppen operierten in diesem Tal während des Afghanistan-Kriegs in den 1980er Jahren und hinterließen Spuren in der lokalen Erinnerung. Später, zwischen 2004 und 2010, erlebte die Region intensive Kämpfe während des Konflikts mit internationalen Truppen.
Die Bewohner dieses Tals sprechen Korangali, eine eigene Sprache der Nuristani-Familie, die sich von den umliegenden Dialekten deutlich unterscheidet. Holzwirtschaft prägt das tägliche Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten der Gemeinschaften, die in den bewaldeten Hängen arbeiten.
Mehrere Pfade führen durch die bewaldeten Hänge und verbinden das Tal mit den östlichen Bergregionen. Der Transport von Holz verläuft oft über Asadabad, das als Durchgangsort für Handelsrouten dient.
Das Militär verteilte in diesem Tal zwischen 2006 und 2009 rund vierzig Prozent aller NATO-Munition, die in Afghanistan eingesetzt wurde. Später wurden alle ausländischen Stützpunkte verlassen, und die Kontrolle wechselte zurück zu lokalen Gruppen.
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