Sistan Basin, Endorheisches Becken zwischen dem südöstlichen Iran und dem südwestlichen Afghanistan.
Das Sistan-Becken ist ein endorheisches Becken zwischen dem südöstlichen Iran und dem südwestlichen Afghanistan, in dem sich ein Netzwerk von Flüssen aus Afghanistans Highlands in drei verbundene Seen ergießt. Diese Seen – Hamun-e Puzak, Hamun-e Sabari und Hamun-e Helmand – bilden ein komplexes Wassersystem, das sich über eine weite, flache Region erstreckt.
Die Region war über Jahrtausende hinweg Heimat fortgeschrittener Siedlungen, darunter die archäologische Stätte Shahr-e Sukhteh, die um 3100 v. Chr. in der Nähe eines ehemaligen Helmand-Flussverlaufs errichtet wurde. Der Standort und die Wasserwege prägten seit jeher die menschliche Besiedlung und wirtschaftliche Aktivität in diesem Becken.
Der Name der Region stammt aus dem Persischen und bezieht sich auf die dunkelgrünen Seen, die das Landschaftsbild prägen. Besucher können an den Ufern Spuren alter Siedlungen und religiöser Stätten entdecken, die zeigen, wie eng die Menschen hier mit dem Wasser verbunden waren.
Das Gebiet ist schwierig zugänglich und erfordert sorgfältige Planung, da die Wasserstände zwischen Jahreszeiten stark schwanken und die Infrastruktur begrenzt ist. Besucher sollten sich auf einfache Bedingungen einstellen und lokale Führer nutzen, um die Region sicher zu erkunden.
Bei außergewöhnlichen Hochwasserereignissen, die alle paar Jahrzehnte auftreten, verschmelzen die drei getrennten Seen zu einem riesigen Wasserkörper, der sich über beide Länder erstreckt. Diese seltenen Ereignisse zeigen die dramatische Veränderung der Landschaft und erinnern an die unerwartete Kraft des Wassers in dieser Region.
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