Et’hem-Bey-Moschee, Osmanische Moschee im Zentrum von Tirana, Albanien
Die Et'hem-Bey-Moschee ist ein ottomanisches Gotteshaus im Zentrum Tiranas mit einem quadratischen Gebetsraum unter einer halbkugelförmigen Kuppel. Der Bau verfügt über einen zylindrischen Steinminarett und eine umgebende Vorhalle, die das Äußere des Gebäudes prägt.
Der Bau begann 1789 unter der Leitung von Molla Bey und wurde 1823 abgeschlossen, als sein Sohn Haxhi Ethem Bey das Gotteshaus fertigstellte. Die Entstehungszeit spiegelt ein wichtiges Kapitel in Tiranas Architekturgeschichte wider.
Die Wände im Inneren und Außenbereich zeigen Fresken mit Naturlandschaften wie Bäumen, Wasserfällen und Brücken, was von traditionellen islamischen Dekorationsvorgaben abweicht. Diese ungewöhnliche Bildsprache macht den Ort zu einem besonderen Beispiel für lokale künstlerische Interpretation.
Das Gebäude ist für Besucher normalerweise morgens und nachmittags zugänglich, mit eingeschränkten Zeiten am Freitag. Planen Sie Ihren Besuch außerhalb der Gebetszeiten ein, um das Innere in Ruhe erkunden zu können.
Im Januar 1991 betraten etwa zehntausend Menschen spontan das Gebäude ohne Erlaubnis, was einen Wendepunkt für die Religionsfreiheit nach der kommunistischen Periode markierte. Dieses Ereignis symbolisiert den Wunsch der Bevölkerung nach religiöser Selbstbestimmung.
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