Selimiye-Moschee, Religiöse Ruinen in Lezhë, Albanien
Die Kirche Saint Nicholas ist ein teilweise erhaltenes Steingebäude in Lezhë, Albanien, das sowohl christliche als auch islamische Baumerkmale aufweist. Die verbliebenen Mauern bestehen aus bearbeitetem Stein und zeigen Spuren von Wandmalereien sowie bauliche Veränderungen aus verschiedenen Nutzungsphasen.
Das Gebäude wurde im 14. Jahrhundert als christliche Kirche errichtet und nach der osmanischen Übernahme der Region im Jahr 1580 in eine Moschee umgewandelt. Diese Umwandlung veränderte grundlegend die Nutzung und Bedeutung des Gebäudes für die Bewohner von Lezhë.
Die Stätte trägt heute noch deutlich sichtbare Spuren zweier Religionen: Christliche Wandmalereien und islamische Bauelemente aus der Umbauphase sind im selben Gemäuer zu erkennen. Dieser direkte Nebeneinander macht den Ort zu einem greifbaren Zeugnis der religiösen Geschichte der Region.
Das Gelände liegt mitten in Lezhë und ist zu Fuß gut zu erreichen. Da der Boden uneben ist und Teile der Mauern frei zugänglich sind, empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Bei Ausgrabungen zwischen 1975 und 1980 wurde der sogenannte Gaviarius-Stein entdeckt, ein römisches Artefakt, das belegt, dass der Ort schon vor dem Bau der Kirche besiedelt war. Dieser Fund zeigt, dass das Gelände eine Kontinuität menschlicher Nutzung über viele Jahrhunderte aufweist, die weit über das Mittelalter hinausreicht.
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