Fierza-Stausee, Stausee in Nordalbanien
Der Fierza-Stausee ist ein langer, gewundener Stausee im Nordosten Albaniens, der sich bis nach Kosovo erstreckt und durch den Aufstau des Drin entstanden ist. Er liegt eingebettet zwischen steilen Bergflanken und tiefen Schluchten, was dem Gewässer eine markante Form mit schmalen Buchten und kleinen Inseln verleiht.
Der Staudamm wurde in den späten 1970er Jahren errichtet, um Strom zu erzeugen und die Wasserversorgung der Region zu verbessern. Durch den Aufstau wurde die alte Stadt Kukës überflutet, deren Bewohner umsiedeln mussten, bevor das neue Kukës auf höher gelegenem Gelände gebaut wurde.
Rund um das Wasser liegen kleine Dörfer, in denen das tägliche Leben noch stark vom Fischfang und der Landwirtschaft geprägt ist. Die Bewohner nutzen traditionelle Holzboote, die man häufig an den Ufern vertäut sieht.
Die Uferstraßen sind kurvenreich und stellenweise schmal, weshalb ein geländegängiges Fahrzeug von Vorteil ist. Wer die ruhigsten Bedingungen und das klarste Licht erleben möchte, sollte früh am Morgen kommen, bevor der Wind einsetzt.
Der Stausee wurde 2014 zum Regionalen Naturpark erklärt, und Unterwassertaucher haben berichtet, dass bei niedrigem Wasserstand Ruinen der alten überschwemmten Stadt noch sichtbar sind. Dieser seltene Anblick versunkener Gebäude unter der Wasseroberfläche zieht gelegentlich Taucher aus der ganzen Region an.
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