Solomon Museum, Jüdisches Erbemuseum in Berat, Albanien.
Das Solomon Museum in Berat ist ein Ort, der Dokumente, Fotografien und Gegenstände zeigt, die die jüdische Gemeinde darstellen, die sich ab dem 16. Jahrhundert in Albanien niederließ. Das Museum präsentiert Zeugnisse dieser Besiedlung und ihrer Entwicklung über mehrere Jahrhunderte bis in die Gegenwart.
Das Museum wurde 2018 von Professor Simon Vrusho gegründet und zog 2019 in ein größeres Gebäude um, das durch Unterstützung des französisch-albanischen Unternehmers Gazmend Toska ermöglicht wurde. Diese Expansion ermöglichte es, mehr Materialien und Zeugnisse über die lange jüdische Präsenz in der Region zu zeigen.
Die Sammlung zeigt, wie albanische Familien während des Zweiten Weltkriegs fast 2000 jüdische Menschen beschützten und dabei ihre traditionelle Besa-Tradition befolgten. Diese Schutzbemühungen waren außergewöhnlich und unterschieden Albanien von vielen anderen besetzten Ländern.
Angjelina Vrusho, die Witwe des verstorbenen Gründers, leitet die täglichen Abläufe des Museums und teilt Wissen über die jüdische Erfahrung in Albanien. Der Besuch ermöglicht es, sich direkt von jemandem informieren zu lassen, die die Geschichte des Museums von Anfang an kennt.
Albanien bleibt das einzige von den Nazis besetzte Gebiet, in dem die jüdische Bevölkerung während des Krieges tatsächlich wuchs, anstatt zu schrumpfen. Das Museum dokumentiert diese bemerkenswerte und seltene historische Ausnahme ausführlich.
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