Gjumri, Industriezentrum im Nordwesten Armeniens
Gyumri ist eine große Stadt im nordwestlichen Armenien in der Provinz Schirak, die sich über ein Hochplateau nahe der türkischen Grenze erstreckt. Die Straßen im historischen Zentrum zeigen Gebäude aus schwarzem und orangefarbenem Stein, während neuere Viertel außerhalb des alten Kerns entstanden sind.
Die Siedlung entstand aus dem antiken Kumayri und erhielt 1840 unter russischer Herrschaft den Namen Alexandropol. In der sowjetischen Zeit wuchs sie zu einem bedeutenden Produktionszentrum heran, bevor ein Erdbeben 1988 weite Teile zerstörte.
Der Name Gyumri stammt von früheren Bezeichnungen wie Kumayri und Alexandropol, die heute noch in Straßenschildern und Gesprächen auftauchen. Die Stadt pflegt eine lebendige Theaterkultur mit mehreren Bühnen, auf denen regelmäßig Aufführungen in armenischer Sprache stattfinden.
Züge zwischen hier und Erevan verkehren vier Mal täglich und bieten eine direkte Verbindung durch die armenische Landschaft. Der örtliche Flughafen empfängt Flüge aus mehreren europäischen Städten und erleichtert die Anreise aus dem Ausland.
Die Schwarze Festung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts besteht aus dunklem Vulkangestein und bildet einen kreisförmigen Bau, der heute für Veranstaltungen genutzt wird. Lokale Musiker spielen hier manchmal bei Konzerten unter freiem Himmel, die das Echo der dicken Mauern nutzen.
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