Sev Berd, Festung aus dem 19. Jahrhundert in Gyumri, Armenien
Sev Berd ist eine runde Militärfestung aus schwarzem Tuffstein, die auf einem Hügel über der Stadt thront und etwa acht Kilometer von der türkischen Grenze entfernt liegt. Das Bauwerk beherbergt ein Amphitheater im Inneren, das heute als Veranstaltungsort für Konzerte, Diskussionsforen und öffentliche Versammlungen genutzt wird.
Der Bau der Festung begann 1834 unter Kaiser Nikolaus I. als Reaktion auf mögliche türkische Bedrohungen nach dem Russisch-Persischen Krieg. Das Bauwerk war Teil der Strategie des Russischen Reiches, seine südliche Grenze in der Kaukasusregion zu sichern.
Die Festungsmauern tragen Inschriften von russischen Soldaten, die während ihres Dienstes an der Militäranlage ihre Namen und Herkunftsorte hinterließen. Diese Markierungen erzählen von der täglichen Präsenz der Soldaten und ihrer Bindung an diesen Ort.
Der Ort liegt auf einem Hügel mit guter Aussicht über die Stadt und ist leicht zugänglich, auch wenn der Aufstieg etwas anstrengend sein kann. Besucher sollten dem unebenen Gelände innerhalb der Festung Aufmerksamkeit schenken und je nach Jahreszeit geeignete Kleidung tragen.
Ein unterirdisches Netzwerk von Gängen verband die Festung einst mit anderen Militärstrukturen in der Umgebung. Diese vergessenen Passagen sind heute nicht mehr in Betrieb, erzählen aber von der komplexen Verteidigungsinfrastruktur, die die Region einmal durchzog.
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