Goris, Stadt in der armenischen Provinz Sjunik, ehemaliger Verbannungsort für Christen
Goris ist eine Stadt in der Provinz Sjunik im Süden Armeniens, die in einem Hochtal auf einer Höhe von etwa 1.375 Metern liegt. Moderne Wohnblöcke und niedrigere traditionelle Steinhäuser stehen nebeneinander, eingerahmt von markanten roten und schwarzen Felswänden.
Goris entwickelte sich im 17. Jahrhundert als Handelsposten an alten Karawanenrouten, die den Süden Armeniens mit den Nachbarregionen verbanden. Im 19. Jahrhundert verlieh russischer Einfluss der Stadt ein geplanteres Straßennetz und neue Verwaltungsgebäude, die noch heute zu erkennen sind.
Der ältere Teil der Stadt mit seinen niedrigen Steinhäusern zeigt, wie lokale Handwerker noch heute traditionelle Baumethoden anwenden. Wer durch diese Gassen läuft, sieht Häuser, die aus dem gleichen roten und schwarzen Stein gebaut sind, der die Umgebung prägt.
Die Innenstadt ist gut zu Fuß erreichbar, mit Läden und Cafés entlang der Hauptstraßen. Frühjahr und Herbst eignen sich am besten für einen Besuch, da das Wetter angenehmer ist und die umliegenden Bergpässe leichter zugänglich sind.
Direkt am Rand der Stadt gibt es Felsformationen mit in den Stein gehauenen Höhlen, die einst als Wohnungen und Lagerräume genutzt wurden. Diese Höhlen sind von den Hauptstraßen aus sichtbar und stammen aus einer Zeit, als der Fels selbst das wichtigste Baumaterial der Region war.
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