Saint Hripsime Church, Armenische Apostolische Kirche in Goris, Armenien.
Die Kirche Sankt Hripsime in Goris ist eine einschiffige Basilika aus dem Jahr 1776 mit zwei Eingängen im Westen und Süden und vier Fenstern: je einem an der Ost- und Westwand und zwei an der Südwand. Die Mauern bestehen aus unbehauenem Basalt, während Tür- und Fensterrahmen, Mauerecken und der einzige Innenbogen aus sorgfältig behauenem Basalt gefügt und später innen und außen mit Kalkmörtel verputzt wurden. An der Nordseite liegen zwei Räume: einer mit Zugang von der Kirche innen, der als Sakristei diente, der andere mit Zugang von außen, in dem sich eine Feuerstelle befindet.
Die Kirche der heiligen Hripsime wurde 1776 errichtet, wie eine Inschrift auf dem Sturz des Südeingangs belegt: Sie nennt Melik Ohan, Sohn des Paghir, als Stifter und Bauherrn, zu dessen Gedenken die Kirche entstand. Der Bau steht auf dem Gebiet des verlassenen Dorfes Hin Goris. Ausgrabungen von 2010 zeigten, dass die Mauern ohne Fundament direkt auf dem Fels stehen; bearbeitete Steine, die dort gefunden und im Mauerwerk wiederverwendet wurden, datieren Fachleute ins 7.–8. Jahrhundert, was auf eine ältere Kirche an diesem Ort hinweist.
Die Kirche trägt den Namen der heiligen Hripsime, einer armenischen Märtyrerin des 4. Jahrhunderts. Am Südportal ist eine Inschrift erhalten, der zufolge Melik Ohan, Sohn des Paghir, sie 1776 zum Gedenken an seinen Vater errichten ließ; Melik Ohan selbst hatte den Bau angeregt. An der Nordseite liegen zwei Räume: einer mit Zugang von innen diente als Vorratsraum, der andere mit Zugang von Westen außen besaß einen Ofen und wohl als Unterkunft der Geistlichen.
Die Kirche kann das ganze Jahr über besucht werden, um religiöse Zeremonien und die architektonischen Details zu sehen. Besucher sollten sich auf den lokalen Betriebszeiten erkundigen und respektvolle Kleidung tragen, wenn Gottesdienste stattfinden.
Die Grabungen von 2010 zeigten, dass die Kirche kein Fundament hat: Ihre Mauern stehen direkt auf dem Fels, sie wurde also nicht über einem älteren Bau errichtet. Gefunden wurden zudem ein rechteckiger Basaltstein mit gleicharmigem Kreuz und das Bruchstück eines bogenförmigen Portals, die manche Fachleute ins 7.–8. Jahrhundert datieren.
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