Marmaschen, Mittelalterlicher Religionskomplex in der Provinz Shirak, Armenien
Marmashen ist ein Klosterkomplex im Norden Armeniens, nahe dem Dorf Vahramaberd in der Provinz Shirak, der aus orangefarbenem Tuffstein errichtet wurde. Er umfasst mehrere Kirchen im Kreuzdom-Stil, die um eine zentrale Hauptkirche angeordnet sind, sowie die Überreste eines Gavit.
Der Fürst Vahram Pahlavuni ließ den Komplex im Jahr 988 errichten, und Wandinschriften belegen, dass die Hauptkirche 1029 fertiggestellt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wurden weitere Teile hinzugefügt und verändert, bevor der Komplex schließlich verfiel.
Marmashen zeigt die armenische Bautradition mit Kreuzdom-Kirchen und Steinreliefs, die noch heute in den Fassaden sichtbar sind. Die geschnitzten Motive an den Außenwänden sind gut erhalten und lassen sich beim Spaziergang durch den Komplex direkt ablesen.
Der Komplex liegt in einer offenen Landschaft am Rande des Dorfes und lässt sich gut zu Fuß erkunden, da alle Kirchen ohne Hindernisse zugänglich sind. Es empfiehlt sich, bei hellem Tageslicht zu kommen, um die Steinreliefs und die Textur des Tuffsteins gut sehen zu können.
Die Kirchen des Komplexes wurden aus demselben orangefarbenen Tuffstein gebaut wie viele mittelalterliche Gebäude der Region, einem Stein, der aus Vulkanasche entstanden ist und der Landschaft Nordarmeniens ihr besonderes Aussehen verleiht. Bei Sonnenuntergang verändert sich die Farbe des Steins deutlich sichtbar.
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