Tanahat, Kloster aus dem 8. Jahrhundert in Vernashen, Armenien.
Tanahat ist ein Klosterkomplex aus dem 8. Jahrhundert in der Region Vayots Dzor, in der Nähe des Dorfes Vernashen, und umfasst die Kirchen des Heiligen Stepanos und des Heiligen Nshan. Die Gebäude sind aus dunkel poliertem Basaltstein errichtet und zeigen für armenische Architektur typische Steinmetzarbeiten und Skulpturen.
Das Kloster wurde im 8. Jahrhundert an der Stelle eines älteren Heiligtums gegründet, das sich über dem Grab des Heiligen Stepanos Syunetsi befand. Zwischen 1273 und 1279 finanzierte Fürst Prosh den Bau der Kirche des Heiligen Stepanos und machte den Ort zu einem regionalen Bildungszentrum.
Die Steinmetzarbeiten an den Kirchenwänden zeigen den Adler der Familie Prosh, der ein Lamm hält, sowie Paradiesvögel und Jagdszenen. Diese Motive sind direkt auf den Wänden zu sehen und zeigen, wer den Bau finanziert hat.
Das Kloster liegt im Dorf Vernashen und ist von der Hauptstraße aus zu Fuß erreichbar. Ein Besuch lohnt sich bei gutem Wetter, da der Weg vom Dorf zum Komplex über offenes Gelände führt.
Unter den späteren Bauten des Klosters liegen die Überreste einer älteren Basilika aus dem 5. Jahrhundert. Das Gelände war außerdem Sitz der Universität Glazdor, einer der bedeutendsten Lehreinrichtungen des mittelalterlichen Armeniens, die bis in die 1340er Jahre in Betrieb war.
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