Horom Citadel, Bronzezeitliche Festung in der Provinz Shirak, Armenien.
Die Zitadelle von Horom, auch Orom oder Horrom genannt, ist eine kyklopische Befestigung auf zwei großen Hügeln südlich der Hauptstraße gegenüber dem Kamut-Stausee, etwa 1 km östlich des Dorfes Horrom in der Provinz Shirak. Ihre Mauern aus großen Tuffblöcken umschlossen etwa 4 km², bei einer geschätzten Gesamtlänge des Verteidigungsrings von 7 km. Im Südwesten liegt eine ummauerte Kernburg, daneben ein großer gepflasterter Bau mit halbkreisförmiger Apsis, umgeben von Steinkistengräbern.
Die Zitadel entstand in der Bronzezeit und wurde über viele Jahrhunderte hinweg besiedelt, von den frühen Bewohnern bis zur Zeit der Urartäer. Verschiedene Perioden hinterließen ihre Spuren in Form von Töpferwaren und Werkzeugen, die zeigen, wie die Region über lange Zeit hinweg wichtig blieb.
Die vom Folkloristen Aram Ghanalanyan aufgezeichnete lokale Überlieferung verbindet den Namen Horom mit Hripsime, einer Tochter des Königs von Ani, die hier den Sommer verbrachte und auf dem Ghalachi-Hügel eine Festung gründete; das Dorf sei nach ihr benannt. Der Archäologe Ye. Bayburdyan leitete den Namen dagegen von Rom ab, gestützt auf römische Kulturspuren in den Grabungen.
Die Zitadelle von Horom liegt etwa 1 km östlich des Dorfes Horrom in der Provinz Schirak, auf zwei Hügeln südlich der Hauptstraße, gegenüber dem Damm und dem Kamut-Stausee. Der Boden ist uneben und mit Scherben und Obsidiansplittern übersät; festes Schuhwerk ist ratsam. Teile der Anlage sind von laufenden Grabungen betroffen.
Das Gelände ist Teil eines größeren Verteidigungssystems mit zwei weiteren Urartäischen Festungen in der Nähe, die zusammen die antike Kontrolle über die bergige Landschaft zeigen. Diese Anordnung deutet darauf hin, dass die Region systematisch überwacht und geschützt wurde.
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