Harichavank Monastery, Mittelalterliches Kloster in der Provinz Shirak, Armenien
Harichavank ist ein Klosterkomplex aus dem Mittelalter in der Provinz Shirak mit einer Hauptkathedrale, die ein charakteristisches Dach mit zwanzig Seiten hat, sowie mehreren Kapellen auf einem Hügel. Die Anlage besteht aus in Stein gebauten Strukturen, darunter zwei große Gebäude und einen Glockenturm aus dem 19. Jahrhundert, die alle zusammen ein kohärentes religiöses Ensemble bilden.
Die religiöse Stätte entstand bereits im 7. Jahrhundert, wurde aber durch Fürst Zakare Zakarian geprägt, der 1201 die Kathedrale der Heiligen Gottesmutter in Auftrag gab. Diese Bauphase war für die Entwicklung des Komplexes entscheidend und hinterließ bleibende Spuren in der Architektur.
Das Kloster war über viele Jahrhunderte hinweg ein Ort der Wissensbewahrung, wo Mönche armenische Handschriften abschrieben und sammelten. Besucher können heute noch die Spuren dieser gelehrten Tätigkeit in den Räumen erkennen, die für diese wichtige Arbeit bestimmt waren.
Der Komplex liegt auf einem Hügel und bietet sich am besten zu Fuß an, wobei festes Schuhwerk aufgrund des Geländes sinnvoll ist. Die verschiedenen Gebäude sind relativ nah beieinander angeordnet, so dass Besucher die gesamte Anlage in wenigen Stunden erkunden können.
Die östliche Fassade der Kathedrale zeigt eine Steinrelief-Schnitzerei, auf der die beiden Zakarian-Brüder ein Modell der Kathedrale halten, die sie in Auftrag gaben. Diese seltene Darstellung gibt einem Bauwerk ein menschliches Gesicht und verbindet den Betrachter mit der Familie, die seine Geschichte geprägt hat.
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