Puerto Ingeniero Ibáñez, Landwirtschaftliches Dorf in Río Ibáñez, Chile.
Puerto Ingeniero Ibáñez liegt an einer Bucht am Nordufer des General-Carrera-Sees, an der Mündung des Río Ibáñez, 116 km südlich von Coyhaique. Der Ort ist Hauptort der Gemeinde Río Ibáñez und hatte 2017 laut Volkszählung 764 Einwohner. Eine befestigte Straße verbindet ihn mit der Carretera Austral, eine Autofähre überquert den See nach Chile Chico.
Puerto Ingeniero Ibáñez wurde 1924 gegründet und nach Cornelio Ibáñez benannt, einem chilenischen Bergmann, der mehrere Saisons in der Gegend verbrachte. Der Ort ist Hauptstadt der Gemeinde Río Ibáñez und hatte laut Zensus von 2017 764 Einwohner.
Zum lokalen Kunsthandwerk gehören Wolltextilien sowie Gebrauchs- und Zierkeramik aus Greda-Ton und mit Ziegenleder überzogene Gefäße. Verziert sind sie mit Grecas, geometrischen Mustern, die der Tehuelche-Kultur zugeschrieben werden. Im Januar bringt das internationale Jineteada- und Folklorefestival, das größte Chiles, rund 7000 Besucher zusammen.
Eine Fähre verbindet das Dorf mit Chile Chico über den See und bietet eine regelmäßige Transportverbindung mit mehreren Abfahrten täglich. Besucher sollten mit Autofähren planen und beachten, dass das abgelegene Gelände bei schlechtem Wetter fahrteinschränkungen haben kann.
Das Dorf befindet sich in einer besonderen Klimazone, die vom See beeinflusst wird und es ermöglicht, Feldfrüchte auf dieser südlichen Breite anzubauen, wo solche Kulturen normalerweise nicht gedeihen würden. Diese Gunstlage hat die Grundlage für die landwirtschaftliche Wirtschaft seit der Gründung geschaffen.
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