Nationalpark Torres del Paine, Nationalpark in chilenisch Patagonien
Der Park erstreckt sich über 181.414 Hektar geschütztes Land zwischen magallanischen Wäldern und patagonischen Steppen und umfasst Granitgipfel, Gletscher, Seen und Flüsse. Türkisfarbene Gewässer durchziehen Täler unter den hoch aufragenden Bergketten, während ausgedehnte Eisfelder an den höheren Erhebungen haften. Die Vegetation reicht von dichten Südbuchen-Wäldern in feuchteren Zonen bis zu offenen Graslandschaften, die vom Wind geformt werden.
Lady Florence Dixie lieferte 1880 die erste aufgezeichnete Beschreibung des Gebiets und bezeichnete die drei Granittürme als Kleopatras Nadeln. Die chilenische Regierung erklärte das Territorium 1959 zum Nationalpark, nachdem frühere Versuche gescheitert waren, es landwirtschaftlich zu nutzen. Ein verheerendes Feuer im Jahr 2011 verbrannte über 17.000 Hektar und führte zu strengeren Regulierungen für Besucher und Campingaktivitäten.
Die indigenen Tehuelche gaben der Region den Namen Paine, was in ihrer Sprache blau bedeutet und ihre tiefe Verbundenheit mit diesem Bergterritorium widerspiegelt. Das Gebiet diente jahrhundertelang als Jagdgebiet und spirituelle Landschaft für nomadische Gruppen, die zwischen den Steppen und Wäldern wanderten. Heute besuchen Wanderer und Naturliebhaber aus allen Kontinenten den Park und tragen zur regionalen Wirtschaft der nahen Siedlungen bei.
Besucher erreichen den Park von Puerto Natales aus, das 112 Kilometer südlich liegt, und können zwischen Hotels, Berghütten oder Campingplätzen wählen. Die beste Reisezeit ist von Oktober bis April während des patagonischen Sommers, wenn die Tage länger sind und die Wetterbedingungen milder werden. Wanderer müssen ihre Übernachtungen im Voraus buchen und offenes Feuer ist seit den Bränden von 2011 überall im Park verboten.
Der Park beherbergt drei unterschiedliche Granittürme, die sich aus dem Paine-Gebirgszug erheben und natürliche Wahrzeichen bilden, die aus erheblichen Entfernungen sichtbar sind. Die Gipfel entstanden vor etwa zwölf Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität und spätere Erosion durch Gletscher. Der mittlere Turm erreicht 2.500 Meter Höhe und stellt für technische Kletterer eine beliebte Herausforderung dar.
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