Osorno, Handelsstadt in der Region Los Lagos, Chile
Osorno liegt am Zusammenfluss der Flüsse Rahue und Damas, 945 Kilometer südlich von Santiago in einer für Milchproduktion bekannten Gegend. Straßen verlaufen von hier aus nach Norden in Richtung Temuco und nach Süden über die Grenze zu Argentinien.
Garcia Hurtado de Mendoza gründete die Siedlung 1558 als Villa de San Mateo de Osorno, doch das Volk der Huilliche zerstörte sie 1602 vollständig. Die Neugründung erfolgte erst im späten 18. Jahrhundert, nachdem Spanien erneut Truppen in die Gegend schickte.
Die deutschen Einwanderer im 19. Jahrhundert brachten Rezepte, Bautechniken und Milchviehzucht mit, die heute in den Höfen und Geschäften der Umgebung sichtbar sind. An Wochentagen trifft man Bauern, die auf den Märkten lokale Milchprodukte verkaufen und in Wirtshäusern Kuchen nach alten Familienrezepten servieren.
Wer in den chilenischen Süden oder nach Argentinien reist, passiert diese Stadt häufig, da hier mehrere Überlandbusse und Mietwagenstationen liegen. Im Winter sollte man Straßenverhältnisse prüfen, besonders bei Fahrten Richtung Gebirgspass.
Der Cardenal Antonio Samore Pass nahe der Stadt bleibt das ganze Jahr über befahrbar und ermöglicht so den einzigen durchgehenden Landweg zwischen Zentral-Chile und Patagonien in Argentinien. Lastwagen und Busse nutzen diese Route auch im Winter, wenn andere Pässe geschlossen sind.
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