Ancud, Verwaltungszentrum in der Provinz Chiloé, Chile
Ancud ist eine Stadt im nördlichen Teil der Chiloé-Insel, die auf drei Seiten von Wasser umgeben ist und ein rechteckiges Grundriss zum Pazifischen Ozean aufweist. Die Siedlung liegt relativ flach und erstreckt sich entlang der Küste mit traditionellen Häusern und einer regelmäßigen Straßenanordnung.
Die Stadt wurde 1768 als spanische befestigte Siedlung gegründet und diente bis 1982 als Hauptstadt des Chiloé-Archipels. Ihre Gründung war Teil der spanischen Strategie zur Kontrolle dieses abgelegenen Archipels gegen europäische Rivalen.
Die Kathedrale von Ancud steht im Zentrum und wurde nach dem Erdbeben von 1960 an der Stelle des früheren Tempels errichtet. Sie prägt das Stadtbild und ist Treffpunkt für religiöse und gesellschaftliche Zusammenkünfte.
Lokale Läden haben tagsüber Öffnungszeiten mit einer Mittagspause zwischen 13:00 und 15:00 Uhr, daher ist es besser, morgens oder nachmittags einkaufen zu gehen. Bargeld ist die bevorzugte Zahlungsmethode, da nicht alle Geschäfte Kartenzahlung akzeptieren.
Eine Marineoffiziersschule prägte den Ort von 1839 bis 1864 und hinterließ eine Tradition maritimer Ausbildung. Der Forscher Francisco Hudson war einer der bemerkenswerten Absolventen dieser Schule.
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