Chan-Chan, Archäologische Stätte und Strand in der Provinz Valdivia, Chile
Chan-Chan ist ein archäologischer Fundplatz mit Strand in der Provinz Valdivia an der südchilenischen Küste, wo alte Behausungen auf einer erhöhten Terrasse über dem Wasser liegen. Der Ort erstreckt sich zwischen einer natürlichen Landenge und einem Felsvorsprung und bietet sowohl Zugang zum Meer als auch zu Ausgrabungsflächen mit erkennbaren Siedlungsspuren.
Menschen ließen sich an diesem Ort vor etwa 6000 bis 7000 Jahren nieder und schufen zwei unterschiedliche Phasen von Besiedlung während des Mittleren Archaikums. Diese frühen Epochen zeigen, wie lange dieser Küstenabschnitt bereits ein Anziehungspunkt für menschliche Gesellschaften war.
Der Ort trägt den Namen der Mapuche-Sprache und zeigt, wie frühe Bewohner die Küste nutzten und ihr Leben zwischen Strand und Felsvorsprung organisierten. Man kann heute noch nachvollziehen, wie eng die Menschen hier mit den Meeresressourcen verbunden waren.
Der Ort ist über die Gemeinde Mehuín erreichbar, von wo aus Wege zum Strand und zu den archäologischen Bereichen führen. Am besten erkundet man die verschiedenen Abschnitte bei Ebbe, wenn mehr Küstenfläche zugänglich ist und die Wege leichter zu gehen sind.
Wissenschaftler fanden hier Obsidianwerkzeuge aus grauem Gestein, die vom weit entfernten Chaitén-Vulkan stammen und belegen, dass diese frühen Küstenbewohner Handelswege über hunderte Kilometer kannten. Diese fernen Verbindungen deuten darauf hin, dass die Bewohner weitreichende Netzwerke für den Austausch von Rohmaterialien aufgebaut hatten.
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